Pfusch am Bau - Gewährleistung deckt keine Schäden!


Vor allem am Bau kommt es immer wieder zu Folgeschäden durch fehlerhaft ausgeführte Arbeiten oder falsch eingesetzte Materialien. Wer haftet wem? Wann besteht Anspruch auf Schadenersatz? Die Unterscheidung zwischen Gewährleistung und Schadenersatz ist besonders wichtig, weil sich daraus verschiedene Ansprüche ableiten,“ so

Dr. Bernhard Huber von huber ebmer partner Rechtsanwälte. Die Gewährleistung sei die gesetzlich vorgesehene Haftung des Verkäufers für Mängel, die die Ware bereits zum Zeitpunkt der Übergabe aufweist, auch wenn sich der Mangel erst später zeigt.

Die Frist beträgt bei beweglichen Sachen zwei Jahre, bei unbeweglichen drei Jahre ab Übergabe. Darüber hinaus kann es im Zuge des Rückgriffsrechtes zu einer maximal fünfjährigen Haftung kommen, wenn der Übergeber ein Unternehmer und der letzte Übernehmer in der Kette ein Verbraucher ist.

„Im Rahmen der Gewährleistung haftet man nur für die Sache selbst und die Behebung des Mangels, nicht aber für Folgeschäden. Im Unterschied dazu umfassen Schadenersatzansprüche sowohl den Schaden an der Sache selbst als auch an Folgeschäden“, so Huber weiter. Die Voraussetzung für einen Schadenersatzanspruch ist, dass zumindest leicht fahrlässig gehandelt wurde. Die Beweislast dafür liegt beim Auftragnehmer. Subunternehmen werden – im Unterschied zu Zulieferern – als Erfüllungsgehilfen dem Auftragnehmer zugerechnet.

( Asscompact Online 23173 )


05.01.2011