Folgen der Steuerreform für Investment Anleger


Die Steuerreform in Österreich bringt zahlreiche Auswirkungen für Anleger mit sich. Um diese umfassend zu informieren und offene Fragen zu beantworten, lud das Bankhaus Spängler zu einem Vortragsabend ins Audimax der Fachhochschule Urstein.

Rund 120 Gäste folgten den Ausführungen der beiden Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Yvonne Schuchter-Mang und Roman Leitner. Wichtigste Neuerung im Bereich der Privatvermögen: Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zählen ab dem kommenden Jahr nicht nur die Erträge aus Zinsen, Dividenden und ähnlichem, sondern auch Vermögenszuwächse, die durch den Verkauf von Wertpapieren realisiert werden.

Damit wird künftig auch auf realisierte Kursgewinne Kapitalertragsteuer in Höhe von 25% berechnet und unmittelbar von der Depotführenden Bank einbehalten. Diesen Einkünften können jedoch auch realisierte Kursverluste gegengerechnet werden, allerdings erst im Zuge der Einkommensteuer-Erklärung. Diese Geltendmachung von Kursverlusten ist neu, ein Verlustvortrag in Folgejahre ist jedoch nicht möglich. Die Experten erwarten jedoch, dass diese Ungleichbehandlung von Verlusten zur Befassung des Verfassungsgerichtshofes führen könnte.

Die neue Vermögenszuwachssteuer gilt für alle neuen Wertpapierkäufe ab 01.01.2011, der Altbestand wird im Depot von den Banken extra gekennzeichnet.

( Asscompact Ausgabe 23173 online )


04.01.2011